Baumkontrollen
nach FLL

Regelkontrollen
Regelmäßige, fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme eines Baumes zur Beurteilung seiner Verkehrssicherheit.

Zusatzkontrollen
Zusätzliche Kontrollen nach extremen Wetterereignissen, Baustellen im Baumumfeld oder Unfällen.

Eingehende Untersuchungen
Besteht nach der visuellen Kontrolle Unklarheit über bestimmte Ausmaße von Schadmerkmalen (z.B. wie weit hat der Pilz den Baum schon zersetzt), kann der Baum per Ultraschall- oder Bohrwiderstandsmessung untersucht, die Schadstelle daraufhin analysiert und gegebenenfalls Maßnahmen für die Sicherstellung der Verkehrssicherheit des Baumes definiert werden.

Jungbaumpflege

Bei jungen Bäumen kann frühzeitig und ohne große bzw. schädliche Verletzungen dafür gesorgt werden, dass der Baum später möglichst stabil aufgebaut ist. Instabile Gabelungen können frühzeitig entfernt bzw. das Längewachstum deren Äste reduziert, stabile Gabelungen sowie die Bildung lediglich eines konkurrenzlosen Terminaltriebes gefördert werden. Den Anforderungen an Verkehrssicherheit wie Standsicherheit, Bruchsicherheit und Lichtraumprofil kann somit schon von Beginn an in schondender Form Genüge getan werden.

Spätere Grob- oder Starkastschnitte beispielsweise aufgrund versäumter Jungbaumpflege können dem Baum erhebliche irreparable Schädigungen zufügen.

Baumpflege und Verkehrssicherheit

Kronenpflege (Totholzentnahme, …)
Unter Kronenpflege versteht man das Entnehmen von toten, kranken, gebrochenen, beschädigten, sich kreuzenden oder reibenden Ästen sowie dem Vorbeugen von Fehlentwicklungen durch Schnittmaßnahmen insbesondere im Fein- oder Schwachastbereich.

Auslichtungen
Bei der Kronenauslichtung werden Feinäste vor allem im äußeren Kronenmantel entnommen und die Krone somit ausgedünnt. Eine Kronenauslichtung ist unter anderem dann sinnvoll, wenn mehr Licht in eine sehr dichte Krone gebracht werden soll, im Kronenmantel eine nachlassende Versorgung beobachtet wird, die Verkehrssicherheit dies erfordert (zum Beispiel Schneebruch) oder um die Beschattung von Grundstücken oder Gebäuden zu minimieren.

Schwache & starke Einkürzungen
Baumumfeld oder Verkehrssicherung erfordern manchmal eine Einkürzung der Krone. Hierbei sollte der baumarttypische Habitus erhalten bleiben. Starke Einkürzungen bis Grobastbereich (unter 10 cm Astdurchmesser) sollten nur in begründeten Ausnahmefällen durchgeführt werden. Stärke Rückschnitte können dem Baum physiologisch schaden, indem Teile der Wurzel absterben oder aber die Wunden nicht mehr hinreichend versorgt werden können.

Kronensicherungsschnitt
Bei schwer geschädigten Bäumen, die erhalten werden sollen, kann es im Rahmen der Verkehrssicherheit erforderlich sein, einzelne Kronenteile oder aber die gesamte Krone im Grob- oder Starkastbereich einzukürzen. Voraussetzung ist, dass der Baum eine gute Vitalität besitzt. Die Maßnahme kann in Einzelfällen auch bei kurzlebigen Bäumen wie Birken durchgeführt werden, erfolgreicher ist sie jedoch bei langlebigen Bäumen wie Eichen und Linden. Um diese Maßnahmen von einer Kappung abzugrenzen, sind sie durch eine vorhergehende eingehende Untersuchung zu begründen.

Herstellung des Lichtraumprofils

Unter Lichtraumprofil versteht man den lichten Raum über Straße und Geh- beziehungsweise Radweg, der sicherstellen soll, dass weder Fahrzeuge noch andere Verkehrsteilnehmer durch herunterhängende oder abbrechende Äste gefährdet werden.

Das Lichtraumprofil sollte nicht durch große Fahrzeuge wie beispielsweise LKW’s selbst hergestellt, sondern im Vorfeld möglichst schon während der regelmäßigen Baumpflege vorausschauend und baumschonend angelegt werden.

Einbau und Kontrolle von Kronensicherungen

Statisch ungünstig angelegte Kronenteile wie beispielsweise Druckzwiesel aber auch Schadmerkmale wie Höhlungen, Fäulnis oder Risse können dazu führen, dass diese Kronenteile unter Belastung aufreißen und auseinanderbrechen. Mithilfe von geeigneten Kronensicherungen kann – teilweise in Verbindung mit anderen Maßnahmen – das Versagensrisiko wesentlich reduziert werden.

Baumfällungen

Ist die Verkehrssicherheit eines Baumes nicht mehr zu gewährleisten oder soll ein Baum aus anderen Gründen entfernt werden, bleibt nur die Fällung.
Wir fällen Bäume auch an eingeengten oder schwer zu erreichenden Standorten.

Rückschnitt zum Baumtorso / Habitatbaum
Der Rückschnitt zum Baumtorso ist eine Alternative zur Fällung und zur Abgrenzung einer Kappung durch eine eingehende Untersuchung zu bestätigen. Baumtorsi sind als Habitat für den Artenschutz von besonderer Bedeutung. Somit kann auch der abgestorbene Baum als Baumruine eine Funktion erfüllen.

Entfernung von Wurzelstöcken

Nach einer Baumfällung verbleibt der Wurzelstock in der Erde und wird über die Jahre biologisch zersetzt. Vereinzelt stört der Wurzelstock und soll entfernt werden, um eine ebene Rasenfläche ohne Hindernisse zu ermöglichen oder um ständige Neuaustriebe am Wurzelstock zu unterbinden.

Der Wurzelstock kann in diesem Fall unter das Erdniveau ausgefräst oder Wurzelstock und Wurzeln mithilfe eines Baggers ausgegraben werden.

Abtransport oder Häckseln von Grünschnitt

Äste und Stämme können von uns abtransportiert und fachgerecht dem Recycling auf dem Wertstoffhof zugeführt werden.

Nach Wunsch können wir Äste auch häckseln.

BaumFloh

Ich freue mich von Ihnen zu hören!